Kreischende Sägen, herumlaufende Arbeiter und große sich drehende gelbe Baukräne. An der Großbaustelle der Basilika Sagrada Família in Barcelona, Spanien, herrscht geschäftiges Treiben. Das Ziel ist klar definiert: Fertigstellung 2026. Wenn das Ziel eingehalten würde, wäre insgesamt 144 Jahre gebaut worden.
Das Jahr 2026 ist ein besonderes Jahr, es ist das 100. Todesjahr des katalanischen Architekten Antoni Gaudí i Cornet. Gaudí war über 40 Jahre lang bis zu seinem Tod bei einem Unfall Baumeister der Basilika. Doch schon jetzt im unfertigen Zustand ist klar, dass die Sagrada Família sein Lebenswerk ist. Begraben liegt er in der Krypta.
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BILDSTRECKE: Großbaustelle Sagrada Família (7 Bilder) |
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Die Sagrada Família ist ein mächtiges Bauwerk. Im Endzustand soll der Kirchenbau achtzehn Türme besitzen. Zwölf Türme werden den Aposteln geweiht, vier den Evangelisten, einer Maria und einer Jesus Christus. Letzterer wird sich über der Vierung erheben und mit 170 Metern der höchste Kirchturm der Welt sein.
Was zuerst ein wenig größenwahnsinnig anmutet, entpuppt sich als wohl durchdacht, wenn man die Art der Kirche kennt: Es handelt sich um eine Votivkirche. Votivkirchen sind Kirchen, die aus Dank für die Rettung aus einer Notlage, mit der Bitte um Erfüllung eines Wunsches oder auch zur Sühne erbaut werden.
Dass der Bau der Basilika ein langwieriges Unterfangen sein würde, wusste Gaudí schon damals. Angesprochen auf die unmögliche baldige Fertigstellung antwortete er einmal: "Mein Kunde hat keine Eile." Hierbei spielte er auf die Baudirektion sowie auf Gott an.
Sühne:
Buße, Vergeltung für ein begangenes Unrecht