In der Nacht zum Dienstag, den 14. Oktober 2008, verbreitete sich in den Räumen des Mövenpick-Hotels Hamburg ein übel riechender Gestank. Der Grund hierfür: Unbekannte hatten Christbaumkugeln, gefüllt mit Buttersäure, in die Luftzufuhr der Klimaanlage geworfen.
Es ist nicht der erste Anschlag auf das Hotel im Schanzenturm, wohl aber der erste, bei dem das Ziel nicht die Fassade war. Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Farbbeutelanschläge gegeben.
Die Gründe für die kriminellen sowie nichtkriminellen Protestaktionen von Seiten der "Schanzenpark-Aktivisten" sind vielfältig:
- Das Hotel schränke die Nutzung des Parks durch Anwohner ein
- Die Polizei führe seit der Bauphase verstärkt Personenkontrollen durch.
- Das Hotel sei ein weiterer Schritt zur Gentrifizierung (Fachwort für die Aufwertung eines Stadtteiles) des Schanzenviertels.
Von einer Einschränkung des Parks kann keine Rede sein. Der Park ist weiterhin für alle frei zugänglich. Größere Veranstaltungen müssen ggf. mit dem Bezirksamt und/oder der Hotelleitung abgesprochen werden. Dies dürfte aber kein Problem darstellen, da es sicher im Interesse der Hotelleitung liegt, sich mit den Anwohnern zu arrangieren.
An dieser Stelle sei vermerkt, dass sich das Hotel bis jetzt im Gegensatz zu den Aktivisten immer sachlich verhalten hat. Es wurde nicht gegen Protestaktionen gewettert und die Polizeibewachung vor dem Eingang wurde auf Wunsch der Hotelleitung beendet.
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BILDSTRECKE: Mövenpick-Hotel Hamburg (7 Bilder) |
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Dass die Polizei häufiger im Schanzenpark präsent ist, kann man dieser wohl nicht verübeln. Gebe es keine Sachbeschädigungen, wäre die Polizei auch nicht gezwungen häufiger in und um den Schanzenpark auf Streife zu gehen. Wenn die Aktivisten ehrlich wären, müssten sie sich eingestehen, selber für die kritisierten Überwachungen verantwortlich zu sein. Hier wäre ein wenig mehr Selbstreflexion angebracht!
Und das sich Stadtteile mit der Zeit verändern ist leider auch keine neue Erkenntnis. Die Wirtschaft ist eben nicht statisch, sondern dynamisch. Einmal Hand auf's Herz: Was ist gegen feste Arbeitsplätze einzuwenden?
Es drängt sich der Verdacht auf, dass die links-alternativen Aktivisten zwar vorgeben für die soziale Gerechtigkeit zu agieren, in Wirklichkeit aber keine Veränderungen wünschen, sondern - wenn man so will - in ihren Ansichten ziemlich konservativ sind. Entweder haben Sie Angst vor Veränderungen oder sie brauchen einfach ihren Adrenalin-Kick beim Spiel mit dem Feuer.
Bis die Aktivisten erwachsen geworden sind und ihre Diskussionen endlich sachlich führen, kann man sich gemütlich ein paar Male ins Hotelrestaurant setzen und einen Kaffee trinken, aber bitte ohne Buttersäure!